Sonntag, 27. Mai 2018

Bücher über Bücher

Nun bin ich schon 3 Jahre und 8 Monate die Mama eines nicht schlafenden Kindes. Und in der Zwischenzeit kam noch ein weiterer Zwerg dazu. Dieser Zwerg schläft meist besser als Zwerg 1, aber mehr Schlaf bekomme ich so auch nicht.
Nun, was tue ich mit all der Wachen Zeit? LESEN!!
Und was lese ich so? Bücher über Kinder: nicht-schlafende-Kinder, trotzende-Kinder, kranke-Kinder, Gebundene-/Ungebundene-Kinder, natürliche-Kinder, .... großartige Kinder.

Meine Bibliothek umfasst bisher folgende Werke, die bei AMAZON erstanden oder in der örtlichen Bibliothek entliehen werden können. Wer auf die Bilder Klickt kommt direkt zum AMAZON Shop.


    

Ich habe hier nur die Bücher aufgeführt, die ich in mein Herz geschlossen habe und die ich jedem Lesefreudigen empfehle.

Freitag, 23. September 2016

Ende der Lactations-Amenorrhea - nach 22 Monaten

Lactations-Amenorrhea  - hört sich an wie Durchfall.
Ich muss gestehen, ich kann es auch nicht richtig aussprechen. Ist auch nicht so wichtig. Wichtig ist, dass ich seit Beginn der Schwangerschaft (ca. 23.12.2013) keine Periode mehr hatte.
Gut, geblutet habe ich dann schon noch einmal. Direkt nach der Entbindung für ungefähr 6 Wochen. Aber dann war da lange nichts. Himmlische Stille in der Hose.
Das nennt sich dann Lactations-Amenorrhea. Wenn man stillt und der Eisprung durch die Hormone ausbleibt und damit auch die Blutung.
Nun gibt es gewisse Regeln, die es zu beachten gilt, wenn man das Stillen zur Verhütung nutzen möchte, wie zum Beispiel
  • mindestens 8 mal in 24h Stillen
  • zwischen den Stillsitzungen nicht mehr als 2-3h abstand
  • Stillen auch in der Nacht
  • ....
Ich habe nicht so viel und so lang gestillt um zu verhüten, sondern weil es für mich und unser Kind einfach richtig und notwendig ist (ist stille noch mit 23 Monaten).
Aber das Ausbleiben der Regelblutung habe ich gern als netten Nebeneffekt genossen, solange er angehalten hat.

Doch nun ist es vorbei. Ich habe meine erste Periode nach 22 Monaten bekommen und ich sage euch, so sehr habe ich noch nie geblutet - vom Wochenfluss mal abgesehen.
Ich hatte nie wirklich Probleme - in meinem Erwachsenen Leben - mit meinem Zyklus.
Ich habe sogar ein Jahr mit der symptothermalen Methode (NFP) verhütet. Und mein Zyklus war wie ein Schweizer Uhrwerk. Und viel geblutet oder gar Schmerzen hatte ich dabei sonst nie.
Bis auf dieses eine, und nun wieder neue, Mal. Ich habe ein starkes Unwohlsein im Unterbauch verspürt und geblutet als gäbe es kein Morgen. Ich habe tatsächlich eine ganze Packung Tampons aufgebraucht (nicht die Maxi-Packung aber die Reguläre Packungseinheit) und zusätzlich noch Slip-Einlagen tragen müssen Missgeschicken durch Überlaufen vorzubeugen.

Also, das hört sich jetzt zum Teil dramatisch an und es war auch echt nervig für die Zeit, die es gedauert hat, aber sehen wir es mal positiv.
Ich bin wieder fruchtbar.
Anscheinend hat sich mein Körper von der anstrengenden Schwangerschaft, Entbindung (40hr Wehen) und Babyzeit ohne Schlafen erholt, dass er nun nach 22 Monaten trotz Stillen sich bereit zeigt für mehr Nachwuchs.
Ob ich mich dafür bereit fühle steht auf einem anderen Blatt.

Wie lang hat es bei euch gedauert bis ihr wieder eure Periode hattet - mit und ohne Stillen?

Donnerstag, 18. August 2016

Wenn die Großeltern aus Übersee zu Besuch sind

Vor zwei Tagen kamen die Großeltern aus Übersee mit dem Flieger an.
Mein Mann hat sie vom Flughafen abgeholt und unser Kleinkindsohn war ganz beeindruckt, dass da nun Leute sind, die mit einem Flugzeug geflogen kamen.

Der Kleinkindsohn hat seine Großeltern aus Amerika noch nie gesehen und ist doch ganz schnell warm mit ihnen geworden. Das kann wohl auch daran liegen, dass diese Großeltern 13-fache Enkelkind-Erfahrung haben und sich so schnell auf so einen 22 Monate alten Raudi einstellen können.

Es läuft soweit gut, es wurden sogar schon erste Küsse verteilt an Tag zwei und unser Kleinkindsohn läuft hier und da durch die Wohnung und fragt "Wo ist Oma? / Wo ist Opa?".

Wir haben noch 10 Tage gemeinsam - wenn man so einen langen Anreiseweg hat, dann bleibt man nicht mal eben nur 2 Tage - und wir werden noch ein paar Ausflüge zusammen machen hier im Süddeutschen Raum, so wie Schloss Neuschwanstein, ein Muss für alle Amerikaner die Europa besuchen.

Genießt eure Sommerferien

Montag, 8. August 2016

Harmonie dank Familientisch


Raubtiere

Mann und Kleinkindsohn benehmen sich wie wilde Tiere…

… man könnte fast sagen, sie benehmen sich wie ausgehungerte Löwen.

Gebrüll, Gequengel, keine Minute vergeht ohne, dass einer von beiden gereizt reagiert, die Gemüter kochen ständig über.

Vielleicht ist es ja so simpel und sie sind einfach hungrig.

Trotz Frühstück und Mittagssnack um 15 Uhr muss was zu essen her. Ich halte diesen Krach nicht mehr aus und das ständige angequengelt werden. Der Kleinkindsohn wird noch gestillt und seine erste Strategie bei Hunger oder Durst führt immer noch zu meiner Bluse. Der Busen kommt mir schon ganz ausgesaugt vor.

Ich verweigere jetzt die Brust und koche stattdessen Nudeln. Es folgen 10 nervenzerreißende Minuten die eine deutsche Standardnudel nun mal in kochendem Wasser braucht.

Ich bin ja sonst kein Fan von getreidelastiger Ernährung – ganz undeutsch – doch manchmal müssen Nudeln richten was in der Familienharmonie in Schieflage geraten ist. Parallel dazu mach ich auch noch schnell Pfannkuchen. Auf denen bleibe ich dann sitzen, als endlich die 10 Minuten um sind und die Nudeln in den Tellern landen. Da braucht es auch nicht viel Soße – das hätte ja zu lang gedauert. Glücklicherweise haben wir noch Pesto im Kühlschrank.

Die wilden Tiere sind ganz ruhig am Tisch ins Essen vertieft. Nach den ersten Minuten fangen sie sogar an spaßig, ganz harmonisch, miteinander zu Scherzen, zu Spielen und sich die Nudeln zu teilen.

Voila, der Familienfrieden!


Ich bin zu dem Zeitpunkt mit den Nerven am Ende.

Kürzlich las ich auf hauptstadtmutti.de das Interview mit Roman Knižka, in dem er sagte „Familie funktioniert nur, wenn die Frau gut kochen kann.“ Bei ihnen zu hause kocht dann aber doch er.

Bei uns, da koche ich. Exklusiv!

Nicht etwa, weil ich den Kochlöffel nicht abgeben kann, sondern weil mein Mann einfach nicht dafür zu begeistern ist. Das ist nur dann schlimm, wenn ich mal nicht zum Kochen komme und trotzdem was auf den Tisch muss. Wir sind jetzt nicht altmodisch und un-emanzipiert. Der Schauspieler Roman Knižka, sagt weiter im Interview  auch „Wenn beide zu Hause agieren, dann finde ich es schön, wenn sich innerhalb der Partnerschaft im Laufe der Zeit eine Aufgabenverteilung ergibt“ – Find ich super. Kann ich so unterschreiben. Das mein Mann den Müll rausbringt und ich eben koche – gut kochen kann – ist nicht altmodisch sondern Arbeitsteilung. Das erleichtert mich jetzt sehr, dass man das so schön formulieren kann.

Zurück zu der funktionierenden Familie:


Den Familientisch gab es schon lange nicht mehr in meinem Leben.

Als meine Familie sich scheiden ließ und meine Mutter weiterhin vollzeitarbeitend nur noch am Wochenende dazu kam für uns zu kochen, und wir pubertierende Kinder auch was anderes im Kopf hatten als Familiensinn, da ging das verloren.

Im Studium kochte ich wochenlang nicht, bis es irgendwann wieder cool wurde.

Später habe ich die Bedeutung des Essens bezüglich meines gesundheitlichen Wohlergehens erfahren. Besonders in der Zeit nach der Entbindung in der wir aufgrund der kulinarischen Fähigkeiten meines Mannes uns gefühlt wochenlang von China-Boxen ernährten, merkte ich doch wie mir das „schlechte“ Essen und die Belastung nach der Entbindung und durch das Stillen an die Stimmung ging.

Die Bedeutung des Essens bezüglich des Wohlergehens und der Herstellung der Familienharmonie wird mir nun langsam in meiner kleinen Familie bewusst. Mein Kleinkindsohn isst immer mehr und wenn er nicht isst, dann stillt er noch mehr – mit 21 Monaten. Mein Mann und mein Sohn toben und zanken und ich kann die Harmonie herstellen durch Essen. Wieder eine Zauberkraft der Mutterschaft – oder Vaterschaft, wer auch immer kocht. Bei uns bin das eben ich.

 Wunsch an ein zukünftiges Zuhause


Ich wünsch mir einen großen Familientisch in einer passenden Küche als Zentrum unserer hoffentlich noch wachsenden Familie.

Donnerstag, 4. August 2016

Das Märchen vom Langzeit-Stillen


Mein Sohn ist 21 Monate - also 1 3/4 Jahre und wird "noch" gestillt - "Immer noch?", wie meine Hausärztin vor einigen Tagen mich fragte.

Ja, wir stillen noch und nicht mal nur eben morgens. So im Schnitt stillen wir so 5-6 Mal in 24h, das beinhaltet auch noch nächtliches Stillen.

Warum stillen wir noch? Ich arbeite seit 9 Monaten in Teilzeit, mein Sohn kann essen, und ich kenne sonst keine Mutter im direkten Bekanntenkreis, die ihr Kind über 14-16 Monate gestillt hat.

Gedanken zum Stillen in der Schwangerschaft

A. ist unser erstes Kind und ich habe mir in der Schwangerschaft gedacht, ich will gern stillen und dann schauen wir mal wie es läuft. Ich hab mir Stillen und Arbeiten damals nicht ausmalen können, es ist mir gar nicht in den Sinn gekommen.

Ich träumte aber durchaus von den in Pro-Still Broschüren angepriesenen Vorteilen vom schnellen Gewichtsverlust des Babyspecks durch das Stillen, die Allergie Prävention für mein Kind, und was da sonst noch so genannt wird.

Erste Gedanken zum Stillen nach der Geburt

Das erste Mal Anlegen, war komisch. Die Ärztin nahm meine Brust in die Hand, noch im Kreißsaal, und quetschte sie irgendwie platt zusammen und führt die kleine Babyschnute zu meiner Brust und flups saugte unser Sohn sich fest und es war komisch. Es kitzelte, war fremd, aber auch schön. Die darauffolgenden Tage hatte ich diese Fremd-Brust-Quetsch-Erfahrung zum Anlegen-Helfen noch ein paar Mal mit diversen Krankenschwestern der Wöchnerinnen-Station, aber dann ging es ganz gut.

Und es lief. Zuhause lief es auch mit dem Stillen.

Stillen war mein Ding. Ich konnte Stillen. Und mein Kleiner kam oft. Nicht lange, aber oft.

Ich hab mir jeden Bla-Bla-Scheiß der Hebamme angehört zum Thema Brust-wechseln, Brustmassieren, Still-Mindest-Dauer, und Still-Mindest-Zeitabstände angehört und befolgt und es war Scheiß... Jetzt weiß ich das. Würd ich es beim nächsten Mal anders machen. Ich hoffe doch, aber ich weiß es nicht. Die Hormone einer Wöchnerin zusammen mit der Erschöpfung der Geburt machen einen kirre, fix-und-fertig und angreifbar. Sie verunsichern dich.

Mit ca. 3 Monaten kam die Still-Krise und die war hart.

Die Still-Krise

 Was vorher lief, wollte nicht mehr klappen. Das einfache Anlegen, mein Kind freut sich und saugt sich ins Delirium war nicht mehr. Vielmehr brüllte er mich an. Er weinte, war müde, machte Hungerzeichen - wie ich glaubte.

Es lief meist so ab: Mein Babysohn A. signalisierte suchenderweise, dass er an die Brust wollte. Ich nahm ihn in Stillposition auf den Arm und er dockte an. Kurz darauf bog er sich durch, drehte sich weg und weinte. Was sollte ich tun. Ich verzweifelte schier.

Nachts im Bett im Liegen ging es meist besser und wir hatten Nachts eigentlich nie so ein Theater.

Ich hab mich an die Hebamme gewandt, die Kinderärztin angefleht mir zu helfen, im Still-Treffen mein Problem offen gelegt, befreundete Mütter gefragt. Niemand wusste einen Rat. Die Kinderärztin hat uns an die Kinderklinik (Zentrum für Entwicklungsförderung) überwiesen - der Termin kam dann aber so spät, dass Monate später sich das Ganze schon entspannt hatte.

Die Einzige, die meine Situation verstehen konnte und einen Rat hatte, war die Stillberaterin der La Leche Liga, die wohl mit einem ihrer 4 Kinder ähnliches erlebt hatte und von einer Reizüberflutung des Kindes sprach. Das es einfach zu abgelenkt und zu müde war um zu trinken. Dazu kam, dass mir die Milch quasi aus den Brüsten schoss, sobald ich Babysohn A anlegte. Das war wohl zu viel.

Ich habe meine Sohn daraufhin im Dunkeln gestillt, auf dem Pezzi-Ball gestillt, den Blödsinn mit dem Brüste-Wechseln eingestellt und so mal meine Milchmenge etwas runterreguliert, sodass es nicht immer aus beiden Brüsten wie aus einem Springbrunnen schoss, wenn der Milchspendereflex einsetzte, ich hab ihn in der Trage gestillt, ich habe durchgehalten.

Durchgehalten

Die Stillkriese hat mich als Jungmutter unheimlich verunsichert. Ich hatte sowieso schon keine Ahnung von Kindern und Stillen war das Einzige, was ich wirklich konnte, so dachte ich.

Als mein Sohn 6 Monate war, und wir dann auch endlich den Termin in der Kinderklinik zum Vorstellen hatten, war ich erschöpft aber auch stolz. Ich hätte zeitweise nicht gedacht, dass ich es so lange schaffe mit dem Stillen - vor allem wegen der Stillkriese. Die ein oder andere Schwiegermutter, Bekannte, Nachbarin meinte, man solle doch abstillen und die Flasche geben. Immerhin kann der Stress, den die Stillkriese zwischen mir und meinem Sohn auslöste auch die Beziehung nachteilig beeinflussen. Also warum weiter stillen, wenn es so viel Stress bedeutet?
Das mag stimmen, aber ich wollte nicht aufgeben bei den ersten Hürden.
Und ich war süchtig; süchtig nach der Wonne und Kuscheligkeit, die mir die ruhigen Momente mit dem Babysohn beim Stillen beschafften.

Was war nun das Problem und die Lösung?

Ich weiß es bis heute nicht. Vielleicht war es Überreizung, vielleicht war es zu viel Milch. Vielleicht war mein Sohn einfach müde und wollte schlafen, stattdessen schoss ihm Milch in den Rachen. 

Aber was es für uns gelöst hat war: Zeit!!!

Das Stillen nach dem ersten Geburtstag und die Krippe

Nun wurde mein Sohn 1 Jahr alt. Gegessen hat er noch so gut wie gar nichts. Er hat probiert aber nur in Homöopathischen Mengen was im Mund behalten. Bratwurst klappte noch am besten, Brei ging gar nicht. Und ich fing wieder an zu arbeiten. Mein Sohn musste also 7-8h in der Krippe ausharren ohne Stillen.

Und er aß - zumindest in der Krippe. 

Ich dachte an die Vorteile die das Stillen für seine Gesundheit in der Krippenumgebung wohl haben könnte und träumte von einem langsamen Abstillen, da er ja nun in der Krippe auch anfing zu essen. Es klappt eben besser, wenn ältere Kinder es vor machen.

Ich hatte im Vorfeld sogar ein Gruppentreffen der La Leche Liga hier vor Ort besucht zu dem Thema "Stillst du noch" und traf dort andere Mütter, die noch ihre knapp einjährigen Kinder stillten. Keine von ihnen hatte das in ihrem Plan gehabt, aber da die Kinder einfach keine Esser waren, blieb man beim Stillen. Eine Mutter stillte sogar Tandem ihren 3,5 Jahre alten Sohn und ihr 3 Monate altes Neugeborenes.

In der Krippe begann nun die Odyssee einer nie-enden-wollenden-Krankheitsphase des nun Kleinkindsohns. Wir hatten in 6 Monaten gerade mal 1 Woche, die er komplett in die Krippe ging. Ansonsten war er jede Woche mindestens einen Tag nicht in der Krippe. Mein Mann und ich gaben uns Zuhause die Klinke in die Hand, weil wir dank Gleitzeit im Büro die Kinderbetreuung quasi in Schichten zuhause abwickelten. Und ich stillte weiter. Wo war jetzt da der Vorteil des gestärkten Immunsystems eines gestillten Kleinkindes? Sicherlich war es von Vorteil zu Stillen während er krank war. So kam er schnell wieder auf die Beine, doch die nächsten Keime beim nächsten Krippenbesuch hauten ihn gleich wieder um.

Und dann mit 1,5 Jahren die Diagnose: Erdnussallergie.
Mein Sohn probierte Erdnussbutter und ihm schwoll das ganze Gesicht an. Also ab zum Arzt und Medikamente geben, aber schnell schnell. 

So, wie war das nochmal mit dem Stillen und der Allergieprävention? 
Irgendwas war hier falsch. Ich hatte seit der Entbindung auch nicht ein Gramm abgenommen. Also das können alles keine Gründe für uns gewesen sein, die das Stillen "so lang" rechtfertigen.

Wie lang soll es noch gehen?

Ich könnte jetzt die Stillempfehlung der WHO zitieren: "6 Monate voll stillen, danach bis zum 2. Geburtstag begleitend und dann solang Mutter und Kind es wollen" - aber ist das relevant in der westlichen Welt wo Hygiene und Nahrungsmittelangebot alles liefern können, was man für Geld kaufen kann? - Kuscheligkeit kann man auch anders schaffen.

Das Einzige Argument der Stillbroschüren für das Stillen, dessen Effekt ich nun immer noch spüre und genieße ist die lactational amenorrhea (=Verhütende Funktion des Stillens). Ich habe meine letzte richtige Periode vor der Schwangerschaft im Dezember 2013 gehabt. Vor ca. 2,5 Monaten hatte ich nun mal 2 Tage Schmierblutung und seit dem wieder nichts. 

Langsam nehme ich auch mal grammweise ab. 

Mein Traum vom Abstillen - und das war auch mit einem Jahr mein Wunsch gewesen - ist ein langsames ausklingen. Es ist mir wichtig, dass ich mich meinem Sohn nicht aufdränge mit der Brust. Ich gebe sie ihm nur, wenn er danach verlangt. Oft hat er Hunger oder Durst, dann versuch ich ihm zuerst Wasser oder etwas zu essen anzubieten.

Sind jedoch Müdigkeit, Schmerzen, Angst oder Unwohlsein die Gründe, lässt er sich nicht mit Essen oder Wasser davon ablenken. Dann bekommt er die Brust und ich finde es immer noch kuschelig - zumindest meistens. Oft genug wird das Stillen eines Kleinkindes auch zu einem Paar-Turn-Akt oder Spielzeuge werden über meinen Arm gefahren oder ich bekomme auch mal eine verpasst.

Eine Deadline habe ich für mich nicht, wie lange ich es noch machen möchte. Ich lege sehr viel Wert auf natürliche Nahrung, daher ist es für mich keine Option mit der Milchflasche abzustillen und ich wär auch zu faul immer Fläschchen zu machen. 

In meinem Kopf habe ich, dass ich mit 2,5 Jahren nochmal ein Resümee ziehe. Mal schauen, wie ich dann dazu stehe. Vielleicht stillen wir ja bis dahin schon gar nicht mehr.

Oder aber der Wunsch nach einer erneuten Schwangerschaft scheitert alleinig an dem Stillen des Erstgeborenen und wird so groß, dass ich das langsame Abstillen doch beschleunigen will.

Ich bin eine Langzeit-Still-Mami weil ich dafür gekämpft habe und weil es sich gut anfühlt.  Ich habe es mir vorher nicht so vorgestellt und es ist so gekommen.
Nährwerte, Antikörper, Abnehmen, Allergien ... Hin oder Her. Es ist mein Weg und der meines Sohnes. Ich verurteile nicht und ich will nicht verurteilt werden.

 

Dienstag, 12. April 2016

Ich bin MamaSleepless

Hallo World Wide Web Mamas,

ich bin MamaSleepless.
Ich habe mit Anfang 30 mein erstes (bisher einziges) Kind bekommen. Einen zuckersüßen Jungen.
Und seit dem schlaf ich nicht mehr ... so wie vorher.
Mein Sohn hat nur im Krankhaus (4 Tage) wirklich viel geschlafen, danach - zuhause - nicht mehr viel. Mehr als 12-14 Stunden für ein Neugeborenes, waren die ersten Wochen und Monate nicht drin und mit dem Älterwerden wurde es naturgemäß weniger und nicht mehr.
Den bisherigen Höhepunkt, wohl eher Tiefpunkt, unserer Schlaflosigkeit haben wir mit ca. 8 Monaten erreicht als Kind A. 15 Mal in der Nacht aufwachte. Das sind in einer Nacht zum Teil Intervalle von 30min gewesen in denen er aufwachte, weinte und gestillt werden wollte oder dauernuckelte.
Nun ist mein Sohn fast 18 Monate und wir haben es auf ca. 5 Mal aufwachen, kein weinen, aber noch stillen gebracht.

Ich möchte hier und heute der Welt "Hallo" sagen um unserer Geschichte zu erzählen - und ich weiß wir sind nicht die Einzigen da draußen.

Ich freu mich auf euch.

MamaSleepless